Immer eine Reise wert! - SALZBURG

Das verlängerte Wochenende verbringen wir in Salzburg und in den Salzburger Umgebungsorten. Wir haben uns als Unterkunft für den traditionsreichen4-Sterne-Familienbetrieb „Laschenskyhof“ in Wals entschieden. Umrahmt von der wunderschönen Bergwelt, vor den Toren der weltberühmten Festspielstadt Salzburg.

Beim Blick aus unserer großen, hellen, geschmackvoll eingerichteten Suite kann man unser erstes Ausflugsziel schon erkennen. Ganz nah steht er da: der Untersberg, der Hausberg der Salzburger. Wir sind schon oft an ihm vorbeigefahren, heute wollen wir hoch hinaus! Keine 15 Minuten mit dem Auto vom Hotel entfernt, sind wir auch schon bei der Talstation in Grödig. Eine geräumige Gondel bringt uns innerhalb weniger Minuten rauf auf den Berg. Der Panoramablick ist großartig – von den Salzkammergutseen bis zum ewigen Eis der Hohen Tauern. Den Salzburger Hochthron auf 1856 m erreichen wir nach einem 20-minütigen Spaziergang.

Vincent umarmt stolz als Erster das Gipfelkreuz. Es wird gejausnet und das eine oder andere Foto gemacht. Die Luft ist frisch und klar – der perfekte Platz, um nach einer anstrengenden Arbeitswoche so richtig durchzuatmen. Zurück im Ort, erfahren wir von Einheimischen bei einem guten Mittagessen im Gasthof Schorn von den vielen Sagen und Mythen rund um den Untersberg. So soll Kaiser Karl tief unten im Untersberg auf den Jüngsten Tag warten. Kobolde und Zwerge hüten in diesen Höhlen unermessliche Reichtümer. Von der Bevölkerung wird er daher oft als „Wunderberg“, als „magischer“ oder „sagenhafter Berg“ bezeichnet. „Magisch“, so könnte man auch den nächsten Halt nennen. Unser Nachmittag steht nun ganz im Zeichen der Tiere! Wir freuen uns auf Veronika und ihren Erlebnisbauernhof. Kaum angekommen, bekommen wir auch schon einen spannenden Auftrag von ihr: Die Alpakas wollen bewegt werden – und schon sind wir unterwegs und zugleich mittendrin bei unserer allerersten Alpakawanderung. Es geht durch Wiesen und Wälder, immer an unserer Seite die freundlichen Tiere mit den lustigen Frisuren. Das macht richtig Freude!

Am Erlebnisbauernhof Grödig warten aber noch unzählige andere liebe Tiere auf uns. Wir füttern Hasen, Ziegen, Minischweine, Schildkröten, bringen Kühe von der Weide in den Stall, bestaunen balzende Truthähne und bewundern die Schönheit eines radschlagenden Pfaus. Wer möchte, kann am Erlebnisbauernhof auch Ponyreiten oder seinen Geburtstag feiern. Die Zeit vergeht hier wie im Flug und nur ungern verabschieden wir uns nach Stunden wieder von der sympathischen Gastgeberin und ihren vielen Tieren. Nach einer erholsamen Nacht und einem köstlichen Frühstück sind wir gestärkt für einen Vormittag auf dem Fahrrad. Praktisch, dass man die Bikes gleich hier im Laschenskyhof ausleihen kann. Rund um Salzburg gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, die Umgebungsorte zu erkunden. Einer, der sie besonders gut kennt, ist Lukas vom Bikeshop „Salzbike“ in Wals. Er organisiert nicht nur tolle Radtouren rund um Salzburg, sondern auch von Salzburg aus coole Rad- und Mountainbikereisen. Nach einer entspannten Fahrt auf zwei Rädern zeigt uns Lukas noch etwas Besonderes: Österreichs größten Pumptrack! Die Augen meiner Buben strahlen, das ist der perfekte Fixpunkt bei unserem Familienradtag in Wals! Ein Pumptrack ist übrigens eine speziell geschaffene Mountainbikestrecke. Ziel ist es, ohne zu treten, nur durch Hochdrücken des Körpers aus der Tiefe, am Rad Geschwindigkeit aufzubauen.

Während Vincent zu Beginn noch ein paar Runden von Daniel unterstützt wird, gibt Laurenz alles und braust durch den Track. Ein Vergnügen für den Nachwuchs, aber auch für uns Eltern ein echtes Erlebnis! Zurück im Hotel, gibt es für uns alle eine kühle Erfrischung und für Vincent auch noch viel Spaß auf der Wackelbrücke, der Kletter-Netz-Kugel, der Seilbahn und der Kletterwand. Der hauseigene Laschensky- Outdoor-Spielplatz bietet kleinen Entdeckern eine große Welt voller Abenteuer. Wie wäre es mit einer Runde mit der Museumsbahn? Oh ja, das machen wir! Auf geht’s ins benachbarte Großgmain zum „Salzburger Freilichtmuseum“. Auf einer Grundfläche von 50 ha warten auf uns 100 Bauten aus sechs Jahrhunderten. Diese Objekte wurden an ihrem ursprünglichen Ort genau dokumentiert, abgetragen und hier originalgetreu wieder errichtet. Das Museum ist wie das Land Salzburg in die fünf Gaue – Flachgau, Tennengau, Pongau, Lungau, Pinzgau – gegliedert. So zeigt es eindrucksvoll Landesgeschichteund Volkskultur.

Wer möchte, kann das größte Museum Salzburgs natürlich komplett zu Fuß erkunden. Es warten hier insgesamt sieben Kilometer Spazierwege, inklusive lauschiger Jausenplätze, einer Natur-Kneippanlage, des Museumswirtshauses „Salettl“ und des Erlebnisspielplatzes. Ein besonderes Highlight ist aber sicherlich die Museumsbahn. Insgesamt gibt es hier drei Haltestellen. Wir freuen uns, dass wir uns von der Lokomotive wieder gemütlich in Richtung Ausgang transportieren lassen können. Der spätere Nachmittag gehört dem Wellnessbereich des Laschenskyhofs. Während die Kinder die Zeit im großen, beheizten Pool genießen, sind Daniel und ich nicht nur im Dampfbad und entspannen im Ruheraum, wir sind schon bei der Planung des nächsten Tages. Nach so vielen abwechslungsreichen Ausflügen rund um Salzburg steht morgen nämlich ein Tag in der Stadt auf dem Programm.

Wir starten unseren Salzburg-Tag am Mozartplatz. Um die Stadt noch mehr mit Spiel & Spaß erkunden zu können, haben wir uns die kostenlose Altstadt-Kids-Rätsel-App „Space Dog“ heruntergeladen. Gemeinsam mit App-Protagonist Hund Polli lösen wir geheimnisvolle Rätselfragen und Aufgaben, finden verborgene Schätze und erleben lustige Abenteuer. Insgesamt warten auf uns 10 Stationen quer durch die Salzburger Altstadt. Eine davon ist zum Beispiel der Zwergerlgarten-Pavillon im wunderschönen Mirabellgarten. Als einer der ersten öffentlich zugänglichen Barockgärten mit einer Vielzahl künstlerisch hochwertiger Statuen, Brunnen und Figurengruppen wurde der Mirabellgarten 2007 vom Bundesdenkmalamt unter Denkmalschutz gestellt. Einfach prachtvoll! Weiter geht es in das Herzstück der Altstadt. Wir stehen vor dem weltberühmten schönen, gelben Haus, das wir heute nicht zum ersten Mal besuchen. Doch dieses Mal ist es unser Jüngster, der Mozarts Geburtshaus von oben bis unten erkunden möchte. Wir zücken unsere Salzburg Card und flitzen hinein. Einmal zahlen und alles genießen – nicht viele Städte haben übrigens ein so einfaches und unkompliziertes System, wie es die Salzburg Card bietet. Wie ein Schlüssel in der Hosentasche öffnet sie Tür und Tor sowohl im Zentrum der Stadt als auch in den umliegenden Sehenswürdigkeiten am Stadtrand. Insgesamt sind knapp 30 Erlebnisse kostenlos und beinahe 40 zum ermäßigten Tarif beinhaltet. Die digitale Salzburg Card, die für 24, 48 oder 72 Stunden zu kaufen ist, kann man übrigens bequem online buchen und sofort auf dem Smartphone nutzen. Noch einmal geht es für uns heute auf die andere Seite der Salzach.

Wir freuen uns schon seit Langem auf den Besuch im Salzburger Marionettentheater! Seit 2016 zählt es zum Immateriellen Kulturerbe der UNESCO. Und das nicht ohne Grund! Die Spielpraxis des Salzburger Marionettentheaters wurde zum erhaltenswerten Kulturgut als eine ‚höchst entwickelte Form des Puppen- und Figurentheaters‘ gewählt. Das Salzburger Marionettentheater widmet sich seit 1913 genau dieser Kunstform. Neben den künstlerischen Fertigkeiten wird hier auch das notwendige handwerkliche Können weitergegeben, um die Puppen zu schnitzen, zu bemalen, sie zu kostümieren und bewegen zu können. Wir sind begeistert! Nicht nur von der Fingerfertigkeit der Puppenspieler, die wunderschöne Musik zu Mozarts „Zauberflöte“ lässt die Vorstellung zu einem echten Genuss für die ganze Familie werden. Ein echtes Highlight wartet noch im Anschluss auf uns: Philippe Brunner, Puppenspieler und künstlerischer Leiter des Salzburger Marionettentheaters, hat nach der Vorstellung Zeit und nimmt uns mit in den Bereich, den eigentlich nur die Künstler zu Gesicht bekommen. Wir sehen die Puppenwerkstatt und auch die prall gefüllte Puppenkammer. Hier findet man unzählige „Bühnenstars“ dicht aneinandergedrängt. Backstageführungen kann man übrigens im Salzburger Marionettentheater jederzeit buchen! Neben einzigartigen Einblicken in die Welt der Marionetten ist es – natürlich vor allem für den Nachwuchs – eine bleibende Erinnerung, gemeinsam mit den Figuren wie „Papageno“ oder „Königin der Nacht“ ein Foto machen zu dürfen.

Was für ein gelungener Tag in der wunderschönen Barockstadt Salzburg – mit der mächtigen Festung Hohensalzburg, dem Dom, den großzügigen Plätzen und engen Gassen! Einfach immer wieder schön, hier zu sein! Nach dem Auschecken am nächsten Tag machen wir noch einen Abstecher nach Anthering. Denn da kann man ganz besondere Spezialitäten genießen: Unter dem Motto „Genuss und Moor“ wird das Trinkmoor der Antheringer Firma Sonnenmoor auch in Lebensmitteln verwendet – und so wird Gesundheit ganz einfach zum Genuss: Ob Moorbrot von der Bäckerei Schmidhuber oder Moor-Gerichte beim Restaurant Ammerhauser. Es schmeckt und beinhaltet rund 350 Wirkstoffe von Mineralien und Kräutern. Apropos Kräuter – in Anthering wartet auf mich auch noch ein Besuch in einem der duftenden Kräutergärten, während meine Männer den „Schaukelweg“ unsicher machen. Lustige Schaukelstationen, vom „Wildpferd“ bis zum „Piraten-Kahn“, lassen unser abwechslungsreiches Salzburg- Wochenende wunderbar ausklingen.

Wir haben die Tage in Salzburg mehr als genossen. Da man in dem schönen Bundesland aber immer noch so viel Neues entdecken könnte, kommen wir bestimmt bald wieder!

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 www.salzburg-umgebung.com 

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