Hohe Tauern – wir kommen!

Salzburg / Unterwegs mit

Dieses Mal geht es für uns für zwei Tage in den Nationalpark Hohe Tauern. Spannende Ausflüge stehen auf dem Programm: die Krimmler WasserWelten und der Besuch der Großglockner Hochalpenstraße. Beide Ziele sind für uns Neuland, umso größer ist die Freude, endlich diese wunderbaren Plätze Österreichs zu besuchen.

1. TAG

Krimmler WasserWelten

Die Aufregung ist zu spüren, immerhin werden wir heute vor den größten Wasserfällen Europas stehen! Mit ihrer beeindruckenden Fallhöhe von 380 Metern über drei Stufen sind sie sogar die fünfthöchsten Wasserfälle der Welt. So etwas sieht man definitiv nicht alle Tage. Vincent grinst aus dem Kinderwagen, Sally wedelt freudig mit dem Schwanz, der Fotoapparat von Laurenz ist bereit – es kann losgehen! Direkt neben dem Wasserfallzentrum beginnt auch schon der Wasserfallweg. Insgesamt erwartet die Besucher ein 4 Kilometer langer, gut befestigter Gehweg – absolut kinderwagentauglich. Nach wenigen Minuten hören wir bereits das Donnern und Rauschen des herabstürzenden Wassers. Keine 10 Minuten vom Parkplatz entfernt stehen und staunen wir vor dem untersten Wasserfall. Wie nah man sich an ihn heranwagen kann, ist unglaublich. Es wird fotografiert und gefilmt. Das muss festgehalten werden. Glauben kann man es nämlich nicht wirklich – pro Sekunde schießen durchschnittlich 5,6 m3 Wasser ins Tal. Um sich das nur irgendwie vorstellen zu können: Pro Person brauchen wir Österreicher knapp 4 m3 Wasser im Monat. Wir wollen mehr sehen und machen uns

auf den Weg. Rauf geht es den in Serpentinen angelegten Wanderweg. Wer möchte, wird innerhalb von 1½ Stunden den obersten Wasserfall erreichen, weiter geht es dann noch hinein ins Krimmler Achental. Dort befindet sich auch der Ursprung der Krimmler Wasserfälle. Die Krimmler Ache beginnt am Ende des Tales und durchfließt zuerst ruhig und sanft ebene Almböden, um danach als tosender Gletscherbach den Talausgang zu erreichen und die gewaltigen Stufen der Krimmler Wasserfälle hinabzustürzen. Wir beschließen immerhin, bis zum 3. Wasserfall hinaufzugehen. Brauchen jedoch etwas länger dafür, da wir beinahe an jeder der zahlreichen Aussichtskanzeln entlang des Weges begeistert fotografieren. Dabei sind wir aber nicht die Einzigen, die Krimmler Wasserfälle gehören mit rd. 400.000 Besuchern pro Jahr zu den Top 10 der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Österreichs. Und das zu Recht, sie zählen bestimmt zu den eindrucksvollsten Naturschauspielen der Welt! Begeistert von unseren Eindrücken, kehren wir – wieder am Fuße der Wasserfälle – im Wasserfallzentrum ein. Auch hier findet das Element Wasser sein Zuhause. In der Themenwelt sprudelt es nur so vor Eindrücken und sinnlichen Erfahrungen für Groß und Klein. Im Aquaszenarium erzeugen Projektoren Wasserillusionen, die wir so noch nie gesehen haben. Wirklich faszinierend! Gleich daneben steht das Haus des Wassers. Es ist voll mit interessantem Wissen zum Thema Wasser. Laurenz freut sich besonders, denn im Dachgeschoß kann man – mithilfe eines Fernrohrs – noch einmal die Krimmler Wasserfälle betrachten. Den perfekten Abschluss finden wir outdoor im Aquapark. Gut, dass wir ein Wechselgewand mitgenommen haben. Es dauert nämlich keine 5 Minuten, und meine 2 großen Männer tauchen im wahrsten Sinne des Wortes ein ins Element Wasser – und haben dabei den größten Spaß! Es war ein atemberaubender Ausflug und zugleich wunderschön, die unbändige Kraft des Elementes Wasser einmal so hautnah erleben zu können. Die Krimmler WasserWelten – ein MUSS für jede Familie!

2. TAG

Großglockner Hochalpenstraße

Heute heißt es für uns: „Der Weg ist das Ziel“ – wir bereisen die schönste und bekannteste Panoramastraße Europas. Unser Plan: Wir zäumen das Pferd beim Schwanz auf! Das Wetter ist gut, für den Nachmittag haben sich aber mehr Wolken angesagt. Da wir den höchsten Berg des Landes aber auch „in echt“ sehen wollen, heißt unser 1. Ziel: „Kaiser- Franz-Josefs-Höhe“. Dort ist man dem Glockner so nah wie nirgendwo sonst! Das Abenteuer beginnt bei der Kassenstelle in Ferleiten – der Start der Hochalpenstraße auf salzburgerischer Seite. Schon nach wenigen Minuten kommen wir aus dem Staunen nicht heraus. Was für ein Panorama – einfach magisch! Insgesamt führt die Großglockner Hochalpenstraße auf 48 km Länge und 36 Kehren mitten hinein in den National Park Hohe Tauern. Die Passhöhe erreicht man auf 2.504 m, beim verschneiten „Hochtor“. So schnell kann es gehen und schon sind wir im Bundesland Kärnten. Fast eine Million Besucher aus der ganzen Welt „erobern“ alljährlich die legendäre „Kaiser-Franz-Josefs-Höhe“ auf 2.369 m Seehöhe. Heute haben auch wir es endlich geschafft! Die Wolken breiten sich immer mehr aus, aber wir kommen noch rechtzeitig, um immer wieder mal einen kurzen Blick auf Österreichs höchsten Berg werfen zu können. Klein, nein sogar winzig, kommt man sich in dem Moment vor, wenn man auf dem riesigen Vorplatz – der zugleich Aussichtsplattform ist – steht. Hier ist nicht nur der Großglockner, sondern auch der Pasterzengletscher zum Greifen nahe. Auch das dortige Besucherzentrum ist absolut sehenswert. Auf vier Etagen wird einem ein vielfältiges Angebot von Ausstellungen geboten. Jeder von uns findet seinen Lieblingsplatz: Daniel ist begeistert von den tollen Autos der „höchsten Automobilausstellung der Welt“, Laurenz ist von dem „Gletscherflohspiel“ nicht mehr wegzubekommen, und ich bin fasziniert, dass man hier tatsächlich einen 6000 Jahre alten Baum bestaunen kann.

Ein Geheimtipp, mit dem wir so nicht gerechnet haben, führt uns – wenige Meter vom Besucherzentrum entfernt – hinter das Panoramarestaurant. Hier soll man auf frei lebende Murmeltiere stoßen. Und tatsächlich, es dauert keine 2 Minuten, und wir füttern wilde, aber zutrauliche Murmeltiere mit Karotten! Das ist bestimmt eines der ganz großen Highlights für uns alle! Glücklich, aber auch schon langsam selbst hungrig verlassen wir wieder die „Kaiser- Franz-Josefs-Höhe“ und kehren im gemütlichen Restaurant „Schöneck“ auf ein köstliches Mittagessen ein. Während wir aufs Essen warten, sausen wir mit unseren Buben durch den liebevoll gestalteten Spielplatz „Vom EI zum SCHMETTERLING“. Einmal wollen wir aber wieder ganz hinauf und landen kurz darauf auf der „Edelweiß-Spitze“ auf 2571 m. Höher geht’s hier wirklich nicht mehr! Der Rundumblick auf rund dreißig 3000er ist atemberaubend. Nicht weit davon entfernt entdecken wir einen wunderschönen kleinen See, die Fuscherlacke. Neben dem See stehen 2 Häuser. Auf der einen Seite ein hübsches Museum über den Bau der Großglockner Hochalpenstraße, auf der anderen Seite der legendäre „Mankeiwirt“. Wirt Herbert ist hier bekannt wie ein bunter Hund, lebt er doch mit insgesamt vier Murmeltieren unter einem Dach. Vincent macht große Augen, als Fanny aus Herberts Jacke lugt.

Weiter geht’s für uns in Richtung „Haus Alpine Naturschau“. Ein schönes Steinhaus, voll mit spannenden Themen wie „Pflanzen & Tiere“ im Gebirge, Kristalle; aber auch ein süßer Murmeltierfilm wartet auf die Besucher. Mittlerweile zeigt sich das Wetter wieder von seiner allerbesten Seite – blauer Himmel, Sonnenschein – wir haben alle den größten Spaß und noch immer viel Energie. Da kommt uns der Stopp beim „Piffkar“ gerade recht. Neben einem tollen Spielplatz wartet hier auch ein Natur-Erlebnisweg auf uns! Und schon stapfen wir los und fotografieren begeistert noch so lange, bis die Speicherkarten voll sind. Unzählige Fotos haben wir gemacht von unserem Ausflug über die Großglockner Hochalpenstraße, die seit über 80 Jahren zu den monumentalsten Wahrzeichen Österreichs zählt. Kein Wunder – es ist ein unglaublich schöner Platz im größten Nationalpark Mitteleuropas und eine der faszinierendsten Landschaften der Erde. Sie waren dem Großglockner noch nicht ganz nahe? Dann ist es wirklich höchste Zeit, dass Sie mit Ihrer Familie die Großglockner Hochalpenstraße besuchen. Ein echtes Erlebnis!

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