„Alpenkreuzfahrt“ Schweiz mediterran bis hochalpin

Schweiz / Abenteuer & Action Natur & Tiere Unterwegs mit
© Switzerland Tourism / Rob Lewis

Am Morgen vom Läuten der Kuhglocken geweckt werden, frischen Käse von der Alm frühstücken und abends mit dem Boot auf dem Lago di Lugano an Olivenhainen vorbeischippern und ein bisschen „Dolce Vita“ inhalieren – so vielseitig kann ein Urlaub in der Schweiz sein.

Hättet ihr gedacht, dass gerade unser kleinster Nachbar, die Schweiz, das Land mit den wohl meisten Superlativen ist? Bei unserer „Alpenkreuzfahrt“ begegnen wir einigen solcher Rekorde – und damit ihr ja keinen verpasst, gibt es ein Zeichen (!) dafür. Lasst euch überraschen, wie vielseitig die kleine, feine Schweiz ist, und lasst euch inspirieren für eure nächste Reise dorthin.

KLIMASCHONENDSTE KREUZFAHRT

Unsere „Alpenkreuzfahrt“ ist weit um- weltfreundlicher und klimaschonender als die Kreuzfahrten, an die ihr vielleicht denkt. Statt mit einem großen Dampfer, reisen wir nämlich ganz bequem mit der Bahn, dem Bus und gelegentlich auch auf dem Wasser – allerdings auf Booten oder Ausflugsschiffen. Der öffentliche Verkehr hat in der Schweiz einen hohen Stellenwert und das nicht umsonst: Pünktlichkeit, Freundlichkeit und bester Komfort für die Gäste sind hier oberstes Gebot – obendrauf zieht am Fenster noch die atemberaubende Schweizer Landschaft vorbei. Unser Tipp für Reisende in der Schweiz: der Swiss Travel Pass. Nach dem Motto: „Ein Land – ein Ticket“, genießt man damit freie Fahrten mit Bahn, Bus und Schiff, außerdem gibt es Ermäßigungen bei nahezu allen Bergbahnen sowie bei über 500 Museen. Und sogar die Anreise aus Österreich ist ein richtiges Abenteuer. Zum Beispiel, wenn man mit dem Nachtzug der ÖBB anreist.

DAS HERZ DER SCHWEIZ

Wo sonst, als in der Wiege der Schweiz, ja, sozusagen im Herzen der Schweiz, sollen wir unsere Reise starten: Paradiesisch liegt er da, der fjordartige Vierwaldstättersee. Das Wasser glitzert, rundherum ragen die Berge empor. Bevor wir aber „in See stechen“, wartet noch Luzern auf uns – eine Stadt, in der Moderne und Geschichte im wahrsten Sinne verbunden sind, nämlich durch die längste (!) und älteste (!) holzgedeckte Brücke Europas. Und während man so durch die Altstadt Luzerns schlendert, in der die Häuserfassaden Geschichten erzählen, kann man das Zuckerschlössl bewundern, das ein bisschen an Walt Disney’s „Dornröschen“ erinnert, vorbei an der Jesuitenkirche, die übrigens die meist besuchte (!) Kirche der Schweiz ist – und mit etwas Glück sieht man am Himmel einen Alpensegler: im achteckigen Wasserturm brütet nämlich die größte (!) Alpensegler-Kolonie der Schweiz. Und ein Phänomen gibt es hier noch – und das gerade in der Schweiz –, nämlich eine unpünktliche Uhr. Ja, richtig gelesen. Die 500 Jahre alte Uhr im Zytturm hat das sogenannte Erstschlagsrecht und darf somit eine Minute vor allen anderen Stadtuhren schlagen. Die Zeit in Luzern lässt sich wunderbar bei einem Spaziergang über die Stadtmauer, in einem Strandbad, in einem der Museen oder bei einer Fahrt auf dem Vierwaldstättersee genießen. Hier fährt übrigens auch die „Uri“, das älteste (!) Dampfschiff Europas, welche 1901 ihre Jungfernfahrt hatte.

DER DRACHENBERG

Ein Hausberg der Luzerner ist der Pilatus, auf den die steilste (!) Zahnradbahn der Welt führt. Das Bergmassiv ist ein Paradies für Wanderer, Familien und nennen wir sie „Naturspektakelliebhaber“. Auf der Fräkmüntegg, der Mittelstation der Liftseilbahn „Dragon Ride“, dreht sich alles um die Kids. Hier gibt es eine Sommerrodelbahn, einen Seilpark, Grillplätze und Tree Tents zum Übernachten in den Bäumen. Auf der Mittelstation der Gondelbahn befindet sich außerdem der Abenteuerspielplatz „Pilu-Land“. Der Gipfel Pilatus Kulm ist Ausgangspunkt für wunderschöne Panorama-Wanderungen mit verschiedensten Schwierigkeitsgraden. Aber der Blick sollte nicht nur in die Ferne schweifen, sondern es ist es auch wert, ein achtsames Auge auf die Felsen und Bergwiesen ringsherum zu haben, denn am Pilatus tummeln sich eine Menge Steinböcke. Bei den Steinbock- Safaris kann man diese majestätischen Tiere hautnah erleben. Frühmorgens und abends werden Gipfelträume wahr, denn der Sonnenaufgang am 2.118 m hohen Esel und der Sonnenuntergang am 2.106 m hohen Oberhaupt sind atemberaubend schön. Eine Übernachtung in einem der Hotels hier am Berg lohnt sich allemal.

EINE FAHRT DURCH DEN MYTHOS

„GOTTHARD“ Nach den beeindruckenden Bergerlebnissen geht es talwärts und mit dem Schiff von Luzern über die Weiten des Vierwaldstättersees nach Flüelen. Mit dem Gotthard Panorama Express startet dann ein kleines Zugabenteuer. Hier gibt es Reiseleiter, die Geschichten rund um den Zug, die Strecke und Historisches erzählen, es gibt Ansichtskarten, die man direkt im Zug aufgeben kann, es gibt einen Fotowagen und noch ein paar weitere Kuriositäten, die man aber am besten selbst bei einer Fahrt mit dem Zug entdeckt. Das Highlight der Strecke ist sicherlich die Fahrt durch den 15 km langen Scheiteltunnel des Gotthards – der Berg, der bis zur Tunnelfertigstellung 1882 die größte Hürde zwischen Nord und Süd dargestellt hat. Im Tunnel fährt der Zug extra langsam, das Licht wird gedimmt und an den Tunnelwänden erscheinen historische Bilder, die den Bau dieses Werkes darstellen. 3.000 Männer haben hier 10 Jahre mit Pickel und Schaufel einen Eisenbahntunnel gegraben, der lange Zeit der längste (!) Eisenbahntunnel der Welt war.

GRANDE EMOZIONE IM TESSIN

Endstation des Gotthard Panorama Express ist Lugano im italienischsprachigen Teil der Schweiz. Und hier spricht man nicht nur italienisch, hier lebt man auch das italienische „Dolce far niente“. Mit 2.400 Sonnenstunden pro Jahr, einer verkehrsfreien Innenstadt, 80 Prozent Quellwasser in den Häusern und 163 verschiedenen Nationalitäten ist Lugano eine Stadt, nach der man sich sehnt – für einen Urlaub, für ein bisschen länger oder manche bleiben auch für immer. Starten wir mal mit dem Urlaub, denn Urlaubsfeeling kommt hier auf jeden Fall auf. Die Liegestühle an der Strandpromenade laden zu einer kleinen Pause ein, man hört die sanften Wellen des Lago di Lugano, schleckt ein herrliches Gelato und – wie könnte es in der Schweiz anders sein – blickt in die Berge. Wer dem Urlaubsgenuss noch das i-Tüpfelchen verleihen möchte, steigt abends auf ein Boot und lässt sich bei untergehender Sonne zu den Grottos am anderen Seeufer schippern. Ein Glas Merlot di Ticino, regionale Köstlichkeiten und der Blick auf den See sorgen für „Grande Emozione“. VALPOSCHIAVO: ECHTHEIT ZELEBRIEREN Von Lugano geht es mit dem Bus nach Tirano und weiter mit der Rhätischen Bahn ins Valposchiavo. Wer Glück hat, erwischt einen Cabrio-Wagen, denn die Fahrt in dieses Tal ist mehr als ein Genuss. Hier erlebt man echte Schönheit von mediterran bis hochalpin, und wer nicht aufpasst, könnte sich glatt in diese traumhafte Region verlieben. Hier stehen die Zeichen nicht auf Tourismus, im Valposchiavo sind Gäste eingeladen, die Echtheit zu spüren und zu genießen. In dieser exotischen Ecke der Schweiz gibt es keine Bergbahnen, stattdessen jede Menge Raum, die Natur zu erwandern und zu genießen. Die Menschen im Val verstehen es, ihre Landschaftsperle zu erhalten – zum Beispiel werden 94 Prozent der Landwirtschaftsflächen biologisch bewirtschaftet. So auch die duftenden Kräuterfelder von Reto Raselli, der unter anderem Schweizer Bergkräuter für den Bonbonhersteller Ricola produziert. Aber es wäre nicht die Schweiz, wenn es nicht auch hier ein Superlativ geben würde: die malerische Altstadt rund um die „Plazza da Cumün“ in Poschiavo ist der schönste (!) Platz in Graubünden. Übernachtungsgäste können die volle Vielseitigkeit des Tals ausschöpfen: Ob herrschaftlich nächtigen im ****Hotel Le Prese, geschichtsträchtig im Hotel Albrici oder hoch oben am Berg auf der Alp mit Blick auf die umliegenden Gletscher.

MIT DEM BERNINA EXPRESS DURCH DAS EWIGE EIS

Mit den Gletscherblicken geht es, bei einer eindrucksvollen Fahrt mit dem Bernina Express, weiter. Die hochalpine Landschaft mit ihren verschneiten und vereisten Viertausender-Gipfeln mit dem Zug zu erleben, ist wohl die Königsklasse des Bahnfahrens. Nicht umsonst ist die Strecke durch das Bernina-Massiv UNESCO-Welterbe. Und bevor es zurück zum Ausgangspunkt unserer „Alpenkreuzfahrt“ geht, sollten Menschen mit Höhenangst nicht weiterlesen, denn der Zug fährt über die Albulaschlucht und damit über die höchste (!) Brücke (89 m) der Berninastrecke. Die Schweiz ist ein Reiseland für Naturbegeisterte, für Familien, für Genießer und – mit einem zwinkernden Auge – für Freunde der Superlative. Auf eure schönste (!) Schweiz-Reise!

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