Südtirol – Mudlerhof: Ferien bei „Henne Lotte“

Testfamilie

Winterferien in der „ursprünglichsten“ Form, ohne Hektik und Trubel, ohne langes Anstellen am Skilift, ohne „Ballermanngaudi“ – gibt es das überhaupt noch?

Unsere Testfamilie aus Niederosterreich machte sich auf die Suche und fand ein Winterparadies im Gsieser Tal in Südtirol. Gewohnt wurde im Mudlerhof, der „Urlaub am Bauernhof“ für jede Familie zu einem unvergesslichen Erlebnis macht.

1. Tag: Ankommen

Wir kamen pünktlich weg und fuhren voll beladen Richtung Gsieser Tal zum Mudlerhof. Zu unserem großen Glück schliefen unsere Kinder Fabian (6 Jahre) und Bastian (6 Monate) die ersten zwei Stunden, so konnten Mama (Lisa) und Papa (Emmanuel) mit einem guten Kaffee selbst auch etwas munterer werden. Nach zwei Pausen und sechs Stunden Fahrt erreichten wir den Mudlerhof in Gsies.

Und was sahen wir sofort? Schnee, Schnee, so viel Schnee. Wir kamen gleich in die perfekte Winterurlaubsstimmung. Ein wunderschöner, in die Landschaft passender Bauernhof – der Mudlerhof – erwartete uns. Fabian sagte gleich: „Das sieht ja aus wie bei Heidi.“

Jungbauer Valentin zeigte uns unser Zimmer. Wir hatten genug Zeit, um uns in unserer kleinen Wohnung (2 Schlafzimmer, Bad, Wohn-Essküche) einzurichten. Fabian und Papa erkundeten den Hof und seine Bewohner. Getroffen haben sie: Hasen, Kühe, Kälber, Katzen und Hennen. Vor allem die Hennen sind für uns wichtig, da wir jeden Tag von unserer persönlichen Henne Lotte ein Ei oder auch mehr geschenkt bekommen. Für Kinder ein echter Renner. Fabian ging sofort los, um die Eier zu holen, zwei Eier fand er auch. Zum Mudlerhof selbst: Hier wird noch vieles selber gemacht: Brot, Butter, Marmelade, Joghurt, Speck, Käse u.v.m. Daunenbettwasche und Gesundheitsmatratze verhelfen zu einem angenehmen Schlaf.

2. Tag: Schnee erkunden

Die Nacht verlief relativ ruhig, sodass wir pünktlich um halb neun frühstücken konnten. Bäuerin Agatha stellte uns jegliche Köstlichkeit auf den Tisch, die man so auf einem Bauernhof bekommen kann: Speck, Eier, Käse, Butter, Gebäck, Marmeladen, Joghurt, Kaffee, Müsli, sogar eine selbst gemachte Pizza bekamen wir schon um diese Uhrzeit, und ganz wichtig: der Kakao für Fabian. Der Mudlerhof achtet sehr darauf, nur Erzeugnisse aus dem eigenen Betrieb bzw. aus der direkten Nachbarschaft zu verbrauchen.

Nun stand es an, Fabian zu seinem Skikurs im nahe gelegenen St. Magdalena bei der Skischule Gsieser Tal anzumelden. Noch am gleichen Tag bekamen wir den tollen Lehrer Stefan. Es war so weit: Fabian stand das erste Mal auf Skiern. Skilehrer Stefan ging total super auf Fabian ein, sodass der ersten großen Abfahrt nichts mehr im Weg stand. Nach Skifahren folgte das Schlittenfahren. Bastian durfte mit Mama auf der eigenen Bobbahn direkt beim Mudlerhof runterdüsen. Wir kochten uns zu Mittag gemütlich in unserem kleinen Apartment einen guten Kaiserschmarrn. Draußen schneite es etwas, es war sehr idyllisch. Wir genossen es wirklich, weder am Handy erreichbar zu sein noch wirklich Internetzugang zu haben. Wir waren ganz für unsere Kinder da. Der Mudlerhof hat zwar gratis W-LAN im Aufenthaltsraum, aber das brauchten wir nicht. Am Nachmittag spazierten wir mit dem Kinderwagen bis nach St. Martin, in den nächsten Ort. Am Abend durfte Fabian mit Bauer Peter und Jungbauer Valentin im Stall helfen. Dazu bekam er ein eigenes Stalloutfit, damit sein eigenes nicht den Stallgeruch annimmt. Er half ihm gleich beim Melkstand, um an leckere Milch zu kommen. Die füllte Fabian sofort ab und gab sie den Kälbchen. Dann musste er noch die Hasen füttern, die Kälbchen ausmisten. Ein echtes Highlight hier am Hof: Kinder können jederzeit mit anpacken.

3. Tag: Regnerisch

Heute stand Butter selber zu stampfen am Programm. Sahne wurde in einen Holztrog gefüllt und dann mühevoll von uns allen ziemlich lange gestampft, bis sich die Butter herauslöste. Allen gefiel es sehr gut und die Sprachbarriere italienisch-deutsch war auch hier kein Problem. Jedes Kind durfte

dann die Butter in kleine Holzformen reindrücken und so kleine Unikate erschaffen. Am Nachmittag fuhren wir nach Innichen in den Acquapark. Ein tolles Hallenbad mit Kleinkinderbecken, Sportbecken und Rutsche und guter Pizzeria: waren dort gleich Mittag essen.

4. Tag: Neuer Schnee

Nach einer unruhigen Nacht, Bastian zahnte und es gab einen Schneesturm mit Gewitter, ging

es zum letzten Skiunterricht. Lehrer Stefan war super zufrieden mit Fabians Fortschritten, zum Abschluss bekam er sogar eine Medaille. Zu Mittag ging es in das Gasthaus Kahn in St. Martin zu einem gutbürgerlichen Mittagessen. Danach fuhren wir nach Innichen in das Museum des Vereins „Dolomythos“. Ein ganz neu errichtetes Museum mit zwei Mini-Kinos. Sogar eine Schatzsuche konnte Fabian bestreiten. Er fand unter großem Jubel ein paar Edelsteine und Haizahne. Danach ging es in eine kleine Dinosaurier-Ausstellung. Nach dem Abendessen saßen wir noch mit Bauer Peter ein Weilchen zusammen. Er erzählte uns einiges über die Geschichte Südtirols. Das sind immer die tollsten Momente am Tag.

5. Tag: Rodelgaudi

Nach einem hauseigenen Rezept machten wir aus Milch und Lab einen tollen Käse. Die Kinder und die Eltern stachen den Käse in kleine Stucke. Dann konnte sich jeder eine eigene Form aussuchen, den Käse hineingeben und mit verschiedenen Zutaten aufpeppen. Wir nahmen Knoblauchpulver, Walnüsse, Oregano, getrocknete Krauter, Blüten und etwas Pfeffer. Anschließend gab es dann noch

eine kleine Führung am Hof. Agatha zeigte uns eine große antike Holztruhe mit der Gravur 1692. Sie war als Aussteuer der Braut damals auf den Hof gekommen. Nun ging es zum Highlight des Tages: Wir fuhren mit den zwei anderen Gastfamilien und Jungbauer Valentin zur Kradorfer Alm (1.704 m) rodeln. Nach einer guten Stunde bergauf in der wunderbaren, schonen Winterlandschaft sahen wir endlich die Almhütte. Nach einer geselligen Pause ging es mit der Rodel nun ab ins Tal. Sehr lustig!

6. Tag: Pferdeschlitten

Es ging nach St. Magdalena zum Pferdeschlittenfahren. Nun war es so weit, endlich ging mein Mädchenkindheitstraum in Erfüllung. Kutscher Karl chauffierte uns mit seinen beiden Norikerstuten

und seinem Sudtiroler Charme durch den verschneiten Wald, rauf Richtung Kradorfer Alm.

Am Abend trafen sich alle Gaste im Aufenthaltsraum zu einem gemeinsamen Abendessen, von Agatha und ihrem Mann Peter zubereitet. Es wurden allerlei regionale Spezialitaten, natürlich alles

direkt am Hof erzeugt, serviert.

7. Tag: Koffer packen

Jedes Kind durfte noch einmal das machen, was ihm am besten gefiel. Fabian fuhr mit Papa noch mal nach St. Magdalena zum Skifahren. Zu Mittag ging es in die Pizzeria Restaurant Binta Pub. Danach fuhren wir wieder in den Acquapark in Innichen.

8. Tag: Heimreise

Nachdem wir uns gestärkt hatten, durfte sich Fabian zum Abschluss noch etwas aus der Schatzkiste nehmen, denn jedes brave Stallkind darf hier reingreifen. Er fischte eine Tonfigur raus, die aussah wie unsere brave Henne Lotte, die uns immer reichlich mit Eiern versorgte.

Fazit: Wir sind fest entschlossen wiederzukommen, um den Mudlerhof auch im Sommer kennenzulernen!

 

Mudlerhof

Preindl 49, 39030 Gsiesertal

Südtirol/Italien

+39 0474 978446

info(at)mudlerhof.it

www.mudlerhof.it

 

„Roter Hahn“ – die „sichere“ Adresse für Urlaub auf dem Bauernhof in Südtirol

Südtiroler Bauernbund

K.-M.-Gamper-Straße 5, 39100 Bozen

Italien

+39 0471 999325

info(at)roterhahn.it

www.roterhahn.it

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