Nachwuchs im Tiergarten Schönbrunn

Testfamilie

Unser Ausflug führt uns heute an den Platz, an dem sich jährlich mehr als 2 Millionen Besucher tummeln: in den wunderbaren Tiergarten Schönbrunn. Er wurde 1752 von den Habsburgern gegründet und ist somit der älteste noch bestehende Zoo der Welt!

@ Daniel Zupanc

@ Daniel Zupanc

@ Tiergarten Schönbrunn Norbert Potensky

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@ Tiergarten Schönbrunn Norbert Potensky

@ Daniel Zupanc

Ein Besuch im Frühsommer ist immer besonders schön, denn um diese Zeit wuselt es nur so von tierischem Nachwuchs. Die Entscheidung, bei welchem Tier wir beginnen, ist gar nicht leicht, gibt es hier im Tiergarten Schönbrunn doch rund 700 Tierarten und insgesamt mehr als 8000 Tiere. Vincent, unser Jüngster, darf entscheiden – und schon watscheln wir zu den Tieren, die hier zu den beliebtesten zählen. Es sind die Pinguine.

Die Nördlichen Felsenpinguine haben Nachwuchs bekommen! Wie Stofftiere, so weich und flauschig, sehen die Kleinen aus. Die Pinguin-Eltern wärmen ihre Küken abwechselnd und füttern sie mit vorverdautem Fischbrei. Es ist eine Freude, ihnen dabei zuzusehen.

Schon ein bisschen selbstständiger ist der zutrauliche Huzule „Oskar“. Ich hab das große Glück und darf in Begleitung der Tierpfleger hinein in das Gehege der Gebirgspferde und das sieben Wochen alte Fohlen streicheln. Seine Mama beobachtet mich dabei ganz genau und weicht ihrem Nachwuchs währenddessen nicht von der Seite.

Bei den Rosa Flamingos helfen übrigens beide Elternteile bei der Aufzucht mit. Die jüngsten Küken sitzen noch in den Nestern und blicken aus dem Federkleid ihrer Eltern hervor, die sie abwechselnd wärmen und füttern. Der Rosa Flamingo erreicht eine Größe von 1,20 bis 1,40 Metern und ist somit die größte aller Flamingo-Arten. Erst in rund drei Jahren werden die Federn der noch grauen und flauschigen Küken dann prächtig rosafarben leuchten. Während im Freiland Krebse, die die Flamingos aus dem Wasser filtern, für das rosa Gefieder sorgen, erhalten sie im Zoo dafür ein Futter mit einem speziellen Farbstoff.

Damit könnten die zwei Giraffendamen Fleur und Sofie gar nichts anfangen. Viel größer ist die Freude an ihrem neuen Mitbewohner: Seit Kurzem ist Giraffenbulle Obi aus Amsterdam bei ihnen eingezogen. Natürlich hofft der Tiergarten Schönbrunn künftig auch auf Giraffen-Nachwuchs. Noch braucht man aber ein wenig Geduld. Mit seinen zweieinhalb Jahren ist Obi noch ein Teenager und auch noch etwas kleiner als die 4-jährigen Weibchen. Rund dreieinhalb Meter ist Obi hoch, da besteht also noch Luft nach oben. Ausgewachsene Giraffenbullen können eine Höhe von über fünf Metern erreichen.

Vorbei an Mähnenrobben, besuchen wir im historischen Affenhaus ein Bärenstummelaffenjunges. Das Jungtier klammert sich an seiner Mutter fest und ist dabei gar nicht leicht zu entdecken. Bei der Geburt sind Bärenstummelaffen weiß und haben eine schwarze „Augenmaske“. Erst im Alter von etwa vier Monaten bekommen die aufgeweckten Äffchen ihr glänzend schwarzes Fell. Ganz entspannt geht es bei den Großen Pandas zu. Die Hälfte des Tages verbringen sie mit Bambus-Fressen. Auch hier gibt es Neuigkeiten: Kürzlich ist das neue Männchen Yuan Yuan aus China angereist. Es wurde als neuer Partner für die 18 Jahre alte Yang Yang ausgewählt. Erwachsene Große Pandas sind Einzelgänger. Die beiden bewohnen daher getrennte Anlagen, aber sie sehen und riechen einander. Aufeinandertreffen werden sie erst in der Paarungszeit im kommenden Frühjahr.

Und schon düsen wir in Richtung Elefantenhaus. Hier startet nämlich soeben die Fütterung der schwersten lebenden Landsäugetiere. Es sind die Afrikanischen Elefanten. Faszinierend, wie sich diese tollen Tiere, trotz ihres Gewichts, majestätisch bewegen.

Wir haben heute Nachmittag unglaublich viele spannende Tiere beobachten können. Trotzdem werden wir sicher bald wieder kommen – denn der Tiergarten Schönbrunn ist nicht nur der älteste Tiergarten der Welt, für mich ist er definitiv auch der schönste!

www.zoovienna.at

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