Eine Zeitreise zu den Römern

Testfamilie

Für Kidsreporterin Hanna und ihre Klasse ging es in die Römerstadt Carnuntum im Osten von Niederösterreich.

Carnuntum zählte zu den bedeutendsten Städten des Römischen Reichs, denn die Stadt lag direkt an der Kreuzung einer großen Handelsroute, und die Donau war damals die schnellste Verbindung zwischen dem Westen und dem Osten.

Wenn man schon Jahrhunderte in die Vergangenheit zurückreist, dann auch richtig gekleidet. Also durften sich zu Beginn alle umziehen. Das Gewand der römischen Bürger heißt „Toga“. Diese besteht aus einem etwa 6 m langen und 2,5 m breiten Stück Stoff. Die Kinder hatten beim Ausflug eine „Tunika“ an, ein weiteres, sehr beliebtes und häufiges römisches Kleidungsstück. Zum perfekten Outfit gehört natürlich auch ein Schmuckstück. Römische Kinder wurden von ihren Eltern zur Geburt mit einer Kette, der Bulla, beschenkt. Diese sollte den Kindern Schutz bieten, bis sie erwachsen sind, erst dann wurde sie abgelegt. Hanna fiel dazu gleich ein, dass sie auch als Baby eine Kette mit einem Schutzengel daran bekommen hat. Ob der Brauch von den Römern stammt?

Die Führung „Junge Römer“ startete. Auf der rund 1700 Jahre alten Straße marschieren alle zu den vier unterschiedlichen Häusertypen im Freilichtmuseum. Wer sich jetzt große Steinhaufen vorstellt, liegt falsch. Anhand von Ausgrabungen und Untersuchungen haben Archäologen einen Teil des antiken Stadtviertels vollkommen rekonstruieren können. Nicht nur Mauern, sondern auch Möbel und die komplette Einrichtung wurden hergestellt.

Eines der Highlights ist sicherlich die Therme. Die Liegen stehen bereit, die Becken sind befüllt, es ist sogar warm, wie man es aus der Therme kennt. Da kommt man in der Toga leicht ins Schwitzen und die Kinder würden am liebsten reinhüpfen.

Die Römer haben damals sozusagen die Fußbodenheizung erfunden. Die Hypokaustenheizung (hypo = von unten, kaustum = brennen) beheizte die Thermen, später aber auch die Privathäuser.

Das Wohnhaus eines Tuchhändlers namens Lucius ist eine weitere Station. Alle Räume sind voll eingerichtet, inklusive einer funktionstüchtigen Küche. Man fühlt sich richtig in die Zeit zurückversetzt, und eines ist sicher: Die Kinder möchten ihr Kinderzimmer nicht gegen eines von damals mit Ziegelmosaiken und Wandmalereien tauschen.

Viele Römer waren abergläubisch. Ein Haus musste man mit dem rechten Fuß betreten, sonst brachte es Unglück.

Das Freilichtmuseum ist nur eine Möglichkeit, einen Blick in die Vergangenheit zu werfen. Das Amphitheater in Bad Deutsch Altenburg und das Museum Carnuntinum lassen noch tiefer in die Geschichte von damals blicken. Die Klasse hatte viel Spaß, und Hanna ist sich sicher, sie kommt bald wieder – mit ihren Eltern. Dann probiert sie auch die „Carnuntum App“, bei der man die Römerstadt am Smartphone virtuell entstehen lassen kann.

Römerstadt Carnuntum
Hauptstraße 1A | 2404 Petronell-Carnuntum
+43 2163 3377-0
roemerstadt(at)carnuntum.at
www.carnuntum.at

Teilen Sie diesen Inhalt auf:

Top