Altes Handwerk neu erlebt!

Testfamilie

Kreativität ist Mutter und Tochter in die Wiege gelegt worden. Um diese Gabe auch einmal richtig ausleben zu können, ging die Reise der Familie Neulinger ins Lechtal. Genauer – in die Schnitz- und Bildhauerschule Geisler-Moroder in Elbigenalp.

Gemeinsam kreativ sein und die Natur erleben war der Grund unserer Familienwoche in der Schnitzschule“, so Sabine Neulinger. Von Montag bis Freitag waren die Tage gefüllt mit einem abwechslungsreichen Programm: Vormittags wurden Beitel, Bohrwerkzeuge und Stecheisen geschwungen, am Nachmittag ging es in die einzigartige Natur des Lechtales.

Tradition verpflichtet

Die Holzbildhauerei hat in der Familie Geisler-Moroder eine 400-jährige Tradition. Als Ausbildungsstätte in der heutigen Form gibt es die Schnitzschule Geisler-Moroder nunmehr seit rund 20 Jahren. Sie präsentiert sich heute als traditionsbewusste Schule, die allen modernen Anforderungen entspricht. Besonderer Wert wurde und wird auf die Qualität des Unterrichts gelegt. Erfahrene Kursleiter vermitteln Grundwissen und Techniken eines soliden Handwerks, das die Basis für die Umsetzung individueller Gestaltungsideen im handwerklichen und künstlerischen Bereich bildet. Im Laufe der Zeit hat sich das Programm ständig erweitert, sodass dem Kursteilnehmer heute ein breites Spektrum mit einzigartigen Kombinationsmöglichkeiten angeboten werden kann.

„Ich hab ein Häschen und ein Pferd“

Für die 12-jährige Lara waren es aufregende Tage im Kinderschnitzkurs. Spielerisch werden die Nachwuchsschnitzer an die einfachen Methoden der Holzbearbeitung herangeführt. Tierfiguren bilden einen lustigen Arbeitshintergrund für die kleinen Schnitzer. Die Kursleiter sorgen nicht nur für eine intensive Betreuung, sondern auch für den sicheren Umgang mit den Schnitzeisen. Außerdem lernen die Kids, dass Holz lebt: von der Beschaffenheit, von der Festigkeit, wie es sich angreift, riecht und wie viel Harz enthalten ist. Lara ist eine begeisterte Reiterin und liebt Pferde, so stand schon in der ersten Stunde fest, was ihr Werkstück wird. „Eigentlich war es ganz einfach. Nach einem Tag Probeschnitzen zeichnete ich eine Skizze, diese wurde auf einen Holzblock gelegt und grob ausgeschnitten – und dann habe ich es verfeinert“, erkärt die kleine Schnitzerin. Da noch Zeit war, fertigte sie noch einen Hasen. Beide Tierfiguren haben einen stolzen Platz in ihrem Zimmer bekommen.

Das Programm in der Familienwoche ist sehr vielseitig. Nach dem Arbeiten am Vormittag und einem gemeinsamen Mittagessen stehen zahlreiche Abenteuer und Aktivitäten am Programm, wie der Besuch der legendären Geierwally-Freilichtbühne und des Geburtshauses. Oder die längste Fußgängerhängebrücke der Welt, eine Faszination, über 400 Meter lang und teilweise über 100 Meter hoch. Es gibt auch zahlreiche Wandermöglichkeiten in der traumhaft schönen Landschaft des Lechtals, wo man die unverwechselbare Natur genießen kann. Von dieser Natur ließ sich auch Sabine Neulinger inspirieren.

Eine Herausforderung

Das Kursangebot ist sehr vielseitig, neben Schnitzen, Holzbildhauen, Kettensägen- Schnitzen, Drechseln oder Fasselmalen gibt es auch Spezialkurse wie Möbel aus Wild- und Fundholz bauen. Sabine Neulinger entschied sich für diesen Kurs und wurde Designerin eines Computertisches. Eine schier unerschöpfliche Quelle für das gebrauchte Material liegt direkt vor der Haustür der Schnitzschule, in den Auen des Lechs oder im Wald. „Es war eine anstrengende Herausforderung. Den ersten Tag verbrachten wir in der Natur und suchten nach interessanten Ästen, die uns durch die Formen inspirieren sollten bzw. durch eine entsprechende Bearbeitung Möbelstücke werden“, so Sabine Neulinger, die schon immer eine Liebe zum Naturmaterial Holz hat. Die Kursleiter stehen sowohl bei der Ideenfindung als auch bei der Umsetzung hilfreich zur Seite. Egal ob Tisch, Stuhl oder Regal, durch handwerklich fundierte Verbindungen und geschickte Verflechtung ist ein stabiler Halt garantiert. Frau Neulingers Meisterstück wurde ein Computertisch für ihre beiden Söhne. Alle Bestandteile sind Holzstücke, die sie im Bach und im Wald gefunden hat. Ein Unikat. Da noch Zeit war, entstand ein zweites Unikat: ein Hocker aus Weidenholz, der nun der Blickfang im Wohnzimmer der Familie geworden ist. „Es machte Spaß, das Flechten zu erlernen, vor allem mit der Kombination von Schwemmholz entstanden interessante Modelle und Muster“, freut sich Sabine Neulinger über ihren einzigartigen Hocker.

Vereinigung von Kunst, Natur und Wohlfühlen

Sehr einladend ist auch das Gästehaus der Schnitzschule. Eine Unterkunft zum Wohlfühlen, es vereint Gemütlichkeit mit Komfort und sorgt für bestens „ausgeschlafene“ KursteilnehmerInnen. Der Wohn- und Verpflegungsbereich ist durch eine überdachte „Kunstpassage“ mit allen übrigen Schul- und Werkstättenbereichen verbunden. Besonders bei Regentagen ein großer Vorteil für alle. Neben den großzügig eingerichteten Zimmern erwartet die KursteilnehmerInnen in der freundlichen Gaststube morgens ein reichhaltiges Frühstücks-Buffet, mittags kleinere Imbisse und abends Menüwahl oder ein reichhaltiges Buffet.

Das Verwöhnprogramm ist ein Service auch für die mitgereisten PartnerInnen, die sich selbst etwas Gutes tun wollen. Im Wechselspiel zwischen „sich verwöhnen lassen“ und aktivem „Selber tun“ liegt die geheimnisvolle Wirkung der Revitalisierung von Geist und Körper. Teilnehmen können alle Gäste, die Lust und Laune haben. Zum einen bietet das Haus Teil- bis Ganzkörpermassagen an, zum anderen werden geführte Spaziergänge und Wanderungen mit „Nordic Walking“-Technik organisiert, eine schonende Bewegungsart mit großer Wirkung auf die Gesundheit.

Und die letzte Herausforderung

Eine intensive Woche liegt hinter Familie Neulinger, geprägt von vielen Eindrücken, Kraftaufwand, Naturerlebnissen und Glücksmomenten. Nun geht es ab in die Heimat, mit Tisch, Hocker, Pferd und Hase. Hase und Pferd waren schnell im Auto verstaut, doch der Hocker und Tisch brauchten etwas Zeit und ein Einpackgenie. Auch diese letzte Herausforderung schaffte Familie Neulinger. Nur beim nächsten Schnitzkurs muss die Logistik im Vorfeld überlegt werden.

 

Schnitzschule Geisler-Moroder

Elbigenalp 63, 6652 Elbigenalp

Tirol

+43 (0)5634/6215

geisler-moroder(at)aon.at

www.schnitzschule.com

Teilen Sie diesen Inhalt auf:

Top