Zeit für ein Hochbeet

Wohnen & Leben

Die schönen Herbsttage nutzen viele, um im Garten zu arbeiten: Sträucher schneiden, Laub rechen und Rasen mähen. Diese kostbaren Abfälle lassen sich perfekt in einem Hochbeet verwerten.

Rückenschonend und eine frühere Ernte - zwei Faktoren, die für ein Hochbeet sprechen. Jetzt ist der beste Zeitpunkt, ein solches zu bauen. Gartenabfälle wie Äste, Zweige, Laub und Grünschnitt werden schichtweise eingebaut und durch den Verrottungsprozess entstehen im Hochbeet höhere Temperaturen als im Gartenbeet - das wirkt sich natürlich positiv auf die Ernte aus.

Schritt für Schritt zum Hochbeet

Hochbeete können aus unbehandeltem Holz, Natursteinen, Zieglen oder aus einer Kombination der Materialien gebaut werden. Es gibt auch fertige Bausätze dafür.

Die Grasnarbe muss, wie bei einem normalen Beet, abgestochen werden, dann folgt ein Gitter, das Wühlmäuse vom Gemüse fernhalten soll. Jetzt folgt die Füllung aus Gartenresten: Die unterste Schicht besteht aus Ästen, Stauden und Zweigen. Diese Schicht mit etwas Erde bedecken, dann folgen Grasschnitt, Häckselgut oder andere gemischte Gartenabfälle (zum Beispiel die abgestochene Grasnarbe). Die nächste Schicht besteht aus halb verrottetem Laub, gefolgt von Grobkompost, Feinkompost und zu guter Letzt torffreie Erde.

Standort und Größe

Damit das Sonnenlicht optimal ausgenutzt werden kann, empfiehlt sich eine Nord-Südausrichtung. Volle Sonne bis Halbschatten ist ideal für ein gutes Pflanzenwachstum. Um die Bewässerung zu erleichtern, sollte eine Regentonne oder eine andere Wasserstelle in der Nähe sein.

Rund herum begehbar und nicht breiter als zwei Armlängen sind die Faustregeln für die Größe des Hochbeets. Die Höhe passt sich an die Körpergröße des Gärtners an und die Länge kann beliebig gewählt werden.

Nähstoffangebot beachten

Da im Hochbeet durch den Verrottungsprozess ja höhere Temperaturen herrschen, kann schon im März mit der Aussaat von Radieschen und Salat begonnen werden. Nach den Eisheiligen Mitte Mai ziehen dann weitere Jungpflanzen ein.

Im ersten Jahr sind im Hochbeet noch die meisten Nährstoffe vorhanden, es bietet sich also der Anbau von Starkzehrern, wie Paradeiser, Melanzani, Zucchini oder Kürbis an. Im zweiten Jahr folgen die Mittelzehrer, wie Spinat, Zwiebel, Karotten oder Mangold. Ab dem dritten Jahr sollten es hauptsächlich genügsame Pflanzen, wie Erbsen, Bohnen und Kräuter sein.

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