Tragen stärkt das Urvertrauen zwischen Mutter und Kind

Baby

Sicherheit und Geborgenheit zählen zu den Grundbedürfnissen eines Babys. Durch das Tragen spürt es die Liebe und Nähe der Mutter oder des Vaters ganz besonders.

Den Nachwuchs nur mehr im altbekannten Kinderwagen zu transportieren, gehört bald der Vergangenheit an. Viele Eltern tragen ihre Babys direkt am Körper - sei es mit einem Tuch um den Bauch gebunden oder mit einer Trage auf dem Rücken. Und das ist gut so, denn das Tragen hat viele Vorteile:

  • Förderung der Bindung zwischen Eltern und Kind
  • Steigerung der Zufriedenheit des Kindes, da Tragen beruhigt
  • Förderung der Verdauung des Kindes, durch Wärme und Massage im Bauchbereich
  • Förderung der Sinne, da die Babys den Träger fühlen, sehen, riechen und den Herzschlag hören können
  • Förderung des Gleichgewichtssinns
  • Förderung des Zugehörigkeitsgefühls, da auf einer Ebene mit dem Erwachsenen
  • Förderung der optimalen körperlichen Entwicklung

So möchte das Baby getragen werden

Um all diese Vorteile auszuschöpfen, ist es Voraussetzung, das Kind richtig zu tragen. Ganz wichtig ist die sogenannte "Spreiz-Anhock-Haltung" des Babys, das heißt das Baby wird mit gespreizten, angehockten Beinen, leicht gerundetem Rücken und zum tragenden Erwachsenen hin orientiert. Der Po sitzt also ein wenig tiefer als die Kniekehlen und der Steg, auf dem das Baby sitzt, reicht von einer Kniekehle zur anderen.

Der leicht gerundete Rücken ist wichtig, da sich die Doppel-S-Form der Wirbelsäule erst langsam entwickelt. Ein guter Schutz des Rückens ist in allen Positionen des Kindes unumgänglich, da die Muskeln rund um die Wirblen noch schwach ausgebildet sind. Die Tragehilfen müssen daher fest gebunden oder gegurtet werden - das Kind braucht, solange es sich noch nicht aufrecht halten kann, die Stütze im Rücken und Nacken.

Bei falsch angelegten Tragehilfen fühlt sich nicht nur das Baby unwohl, sondern auch der Träger. Um Rückenschmerzen zu vermeiden, muss das Gewicht des Kindes optimal auf Schultern und Rücken verteilt werden.

Fehler beim Tragen

Niemals sollte man das Baby mit dem Gesicht nach vorne tragen. Dadurch kommt das Baby ins Hohlkreuz und die Beine hängen unnatürlich hinunter. Bei Buben kann dies zu Hodenquetschungen führen und bei Mädchen drückt es auf die Schamlippen. Außerdem ist das Kind einer Reizüberflutung ausgesetzt.

Die Wiegeposition ist ebenfalls nicht optimal, denn die wichtige Spreiz-Anhock-Position ist nicht gegeben und die Bandscheiben können ihre Aufgabe nicht erfüllen. Da das Tuch oder die Trage an der Stelle, wo der Kopf liegt, festgezogen wird, kann es zu einer Überlastung der Halswirbelsäule kommen.

Ab und zu ist das Tragen in der Wiegeposition angenehm, z.B. beim Stillen, aber ansonsten ist der höchste Tragekomfort für Kind und Träger gegeben, wenn das Baby aufrecht in einem gut gebunden Tragetuch oder einer Tragehilfe an den Körper geschmiegt transportiert wird.

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