Tipps fürs Familienleben

Wohnen & Leben

Die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus sind auch für das Zusammenleben in der Familie eine Herausforderung.

Der bekannte Tagesablauf ist bei vielen Familien zur Zeit nicht mehr vergleichbar, mit dem von vor ein paar Wochen. Mamas und Papas, die teilweise im Homeoffice arbeiten, gleichzeitig müssen Kinder betreut werden und meistens auch noch bei den Schulaufgaben zuhause unterstützt werden.

Das Treffen mit Freunden, der Spaß am Spielplatz, gemeinsames Fußball spielen oder Rad fahren, all das ist im Moment nicht möglich. Der Besuch bei Oma bzw. Opa darf nicht stattfinden und wenn zu guter Letzt die Schwester oder der Bruder nervt, führt das oft zu Spannungen in der Familie.

 

Das Team von RAINBOWS empfiehlt daher nachstehende Tipps, die helfen sollen, diese Zeit gut zu überstehen:

Klare Strukturen

Deshalb ist es für Familien, die plötzlich viel mehr Zeit als früher miteinander verbringen wichtig, diesen „neuen“ Alltag gut zu gestalten! Hilfreich ist es, zu Hause klare Struk­turen zu schaffen: Dazu gehört es Lern-, Arbeits- und Freizeiten zu vereinbaren und Essenszeiten einzuhalten. 

Kreativität & Co

Auch Langeweile wird aufkommen und die darf auch sein! Es gibt weniger Ablenkung, was automatisch zu einer Entschleunigung führt. Das gibt uns Zeit, der Kreativität mehr Raum zu lassen. Malen, basteln, Geschichten oder Tagebuch schreiben, Karaoke-Singen oder Zaubertricks erlernen und dann vorführen. Ebenso gemeinsames Spielen, Singen, Musizieren und einander Bücher vorlesen. Man kann aber auch Dinge machen, die man schon lange aufgeschoben hat, weil dafür nie genug Zeit war, wie z.B. Spielzeug für den Flohmarkt auszusortieren.

Gutes tun

Achten Sie auf sich selbst und tun Sie sich etwas Gutes! Wenn Sie selbst entspannt sind, wirkt sich das auch positiv auf das Familien­klima aus. Vielleicht überraschen Sie sich auch gegen­seitig mit kleinen Aufmerksamkeiten.

In Bewegung bleiben

Sorgen Sie auch zu Hause für Bewegung, diese brauchen wir alle, um uns wohlzufühlen und auch, um uns abreagieren zu können. Das können Fitness-Challenges in der Familie sein (wer schafft mehr Liegestütze) genauso wie Yogaübungen mit Youtube-Anleitung oder mal richtig Abtanzen zur Lieblingsmusik. So können Sie diese ungewöhnliche Zeit auch nutzen, um gemein­sam fitter zu werden. Auch für gemeinsames Kochen und Kuchen backen ist jetzt mehr Zeit. All das verbindet!

Ins Gespräch kommen

Nutzen Sie – wenn möglich – gemeinsame Spaziergänge in der Natur, um ins Gespräch zu kommen, dafür ist sonst im Alltag ohnedies zu wenig Zeit. Ihre Kinder brauchen auch jetzt ihre Offenheit und Erklärungen, um die aktuelle Situation verstehen und einordnen zu können. Nur so können sie auch die einschrän­kenden Maßnahmen mittragen.

Angst ist ansteckend

Eltern, die ständig besorgt die neuesten Nachrichten verfolgen und aufgeregt telefonieren, verunsichern auch ihre Kinder, denn Angst ist ansteckend. Da braucht es klare, nicht dramatisierende Erklärungen. Es ist eine ernste Situation, aber wir alle gemeinsam können etwas tun, um sie zu verbessern. Ja, ältere Menschen sind jetzt besonders gefährdet, deshalb besuchen wir Oma und Opa im Moment nicht, aber telefonieren viel mit ihnen. Wir schützen sie, indem wir alle zu Hause bleiben. Wenn wir für sie einkaufen, waschen wir uns vermehrt die Hände.

Fake News

Mit älteren Kindern und Jugendlichen, die sich ihre Informationen selbst aus dem Internet holen, muss man auch über kursierende Fake News reden. Eine gute Gelegenheit über den Umgang mit sozialen Medien ins Gespräch zu kommen.  

Leichter mit Humor

Bewahren Sie Ihren Humor – er ist einer der größten Ressourcen, die uns in solchen Situationen zur Verfügung stehen. Und Lachen ist gesund!

Positiv bleiben

Nehmen Sie die Ängste und Sorgen Ihres Kindes ernst und hören Sie ihm zu. Es ist ganz normal, dass man sich vor einer unbe­kannten Situation auch fürchtet. Vermitteln Sie ihm eine positiven Haltung, Zuversicht und Sicherheit. Ängsten kann man leichter entgegenwirken, wenn man ins Handeln kommt. Positive Vorbilder und Beispiele des sozialen Zusammenhalts, wie z.B. Nachbar­schaftshilfe, motivieren.

Gefühle mitteilen

In dieser ungewohnten Situation kann es auch vermehrt zu Konflikten kommen, Themen kommen an die Oberfläche, die schon länger schwelen. Auch hier ist Offenheit, aber auch Toleranz gefragt. Konflikte gehören nicht unter den Teppich gekehrt, sondern besprochen. Kinder müssen ihre Gefühle mit­teilen dürfen und sie brauchen Kanäle, um sie auszuleben ohne andere zu belasten.

Hilfe suchen

Wenn Konfliktsituationen überhand nehmen, suchen sie sich telefonische Unterstützung durch Freunde oder auch durch eine Beratungseinrichtung. 

Krise als Chance

Die momentane Lage kann aber auch das Zusammengehörig­keits­gefühl stärken, und zusammenschweißen. So bringt die derzeitige „Auszeit“ nicht nur Herausforderungen, sondern auch „Gewinne“! 

RAINBOWS-Niederösterreich
Tel.: 0650/67 30 827
noe(at)rainbows.at
www.rainbows.at

 

 

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