Null Toleranz gegenüber Gewalt an Schulen

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Im Oktober fand bereits der zweite runde Tisch zum Thema Gewalt an Schulen in Wien statt.

Erhebungen des Stadtschulrates sind alarmierend: Im Schuljahr 2017/2018 kam es demnach in den rund 700 Wiener Schulen zu insgesamt 258 Anzeigen und 278 Suspendierungen wegen Gewaltdelikten. Aus diesem Grund lud der Wiener Stadtschulrat am 16. Oktober 2018 zu einem weiteren runden Tisch ein. VertreterInnen der Wiener Polizei, verschiedener Institutionen aus den Bereichen Sicherheit, Bildung und Jugend, der SchulpartnerInnen (LehrerInnen, SchülerInnen- und ElternvertreterInnen), als auch alle im Wiener Gemeinderat vertretenen Parteien und der Religionsgemeinschaften stellten erarbeitete Gegenmaßnahmen vor.

Flyer, Poster und Online Broschüre

Speziell für SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern wurden Materialien erstellt, die Informationen über die Rechte und Pflichten der SchülerInnen sowie über Konsequenzen bei Vergehen beinhalten. Die Unterlagen werden allen Schulen zugänglich gemacht.

Die Online-Broschüre, die noch detaillierter auf den rechtlichen Rahmen der Schule eingeht und auch konkrete Präventionsprojekte und Hotlines zum Thema Gewalt an der Schule vorstellt, ist unter www.gegen-gewalt-an-schulen.at aufrufbar.

Neue Regelung bei Suspendierungen

Der Wiener Stadtschulrat empfiehlt ein sogenanntes Case Management für jede Suspendierung. Das bedeutet, dass eine Suspendierung ab sofort nicht mehr nur einen temporären Schulverweis bedeutet, sondern auch ein verpflichtendes Beratungsgespräch mit einer/einem Schulpsychologen/Schulpsychologin nach sich zieht. Außerdem soll genau dokumentiert werden, warum es zu einer Suspendierung kam. Anders als bisher müssen die Suspendierten die versäumte Leistung trotzdem erbringen.

Gewaltprävention an Polytechnischen Schulen

Im Zuge eines neuen Projektes zur Gewalt-Prävention an Polytechnischen Schulen wird es viele weitere Initiativen und Workshops geben, sowie eine verstärkte Deutschförderung und Methoden gegen Radikalisierungstendenzen.

Wiens Bildungsdirektor Heinrich Himmler ist begeistert über die klare Null-Toleranz-Haltung gegenüber Gewalt an Schulen, die an diesem zweiten runden Tisch bei allen TeilnehmerInnen spürbar war. Trotz aller positiver Ergebnisse ist klar, dass es auch zukünftig weitere Anstrengungen und Zusammenkünfte dieser Art geben wird. “Solange es Gewalt in der Schule gibt, müssen wir etwas dagegen tun” betonte er.

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