Mundhygiene von Anfang an

Kinder

Fünf Tipps, wie man Babys Zähne von Geburt an richtig pflegt und gesund hält.

1. Zahnpflege noch vor dem ersten Zahn

Die Mundflora von Säuglingen ist noch sehr sensibel und gehört vor Bakterien geschützt. Außerdem tut es dem Baby gut, wenn man sich schon von Beginn an beim liebevollen Streicheln auch den Lippen und dem Mundinneren widmet. Kinder lernen so, sich selbst zu spüren. Ganz nebenbei trainieren sie, dass Mundhygiene dazugehört. Die ideale Position für Mundpflege in den frühen Lebensmonaten: Das Kind auf den Wickeltisch oder das Bett legen und die Lippen ein bisschen weg halten. Mit einem sauberen Baumwolltuch oder dem Oral Care Rabbit von MAM den Mundraum leicht massieren. Plaque und Bakterien können so von Anfang an entfernt werden. Dabei gilt: Säuglinge haben abends nach dem Essen Zahnputz-Zeit. Wenn Babys das Mundstreicheln schon ganz früh kennengelernt haben, wird Zähneputzen ab dem ersten Zahn auch relativ einfach sein. Die morgendliche Putzrunde kommt dann dazu. Ein einfacher Zähne-Zähl-Reim, ein phantasievolles Lied oder das gemeinsame Zähne-Putzen mit der Plüschtier-Familie macht die Zahnpflege zu einem positiven Erlebnis und zeigen, dass Reinigen immer und überall dazugehört.

 

2. Mit gutem Beispiel voran

Kinder sollen mitbekommen, wie Mama und Papa regelmäßig ihre Zähne putzen, beim Essen auf Gesundes achten und (gerne!) zum Zahnarzt gehen. So wird das Zähneputzen für Kinder ein echtes Lernabenteuer. Sie ahmen gerne nach, was Erwachsene tun, also kann man ihnen die Lern-Zahnbürste ruhig mal allein in die Hand geben. Ein Elterntipp zum Mitputzen: Mutter, Vater oder andere Bezugspersonen sollten sich bei der Zahnpflege-Unterstützung abwechseln – dann werden kleine, individuelle Putzunterschiede ausgeglichen.

 

3. Geschmack kann man lernen

Nicht nur die tägliche Zahnpflege, sondern auch die Ernährung beeinflusst die Zahngesundheit maßgeblich. Ob aus Babys einmal erwachsene Naschkatzen oder Fans ausgewogener Ernährung werden, entscheidet sich bereits im ersten Lebensjahr. Wenn Eltern ihrem Kind ermöglichen, viele Geschmacksrichtungen zu erfahren, legen sie einen wichtigen Grundstein für die spätere Gesundheit. Vorlieben werden letztlich primär durch Lernen und Erfahrung geprägt. Der Hang zu Süßem ist evolutionsbedingt angeboren. Daher sollten Babys erst an andere Geschmacksrichtungen gewöhnt werden, ehe es Eis oder Bonbons gibt. Das gilt übrigens auch für Getränke: Ist die Flasche mit gesüßtem Inhalt – dazu zählt auch Fruchtzucker – ständig greifbar, haben Zahnbakterien Hoch-Zeit. Am besten: Wasser oder neutrale Kräutertees.

 

4. Schon jetzt ein Thema: Kariesvorbeugung durch Flourid

Wenn das Kind ein halbes Jahr alt ist und das Trinkwasser zu Hause weniger als 0,3 ppm Fluorid enthält (Infos haben Wasserwerke und meistens auch Medizin- bzw. Elternberatungsstellen), kann man mit der Verwendung einer fluoridhaltigen Kinderzahnpasta (500 ppm) oder der täglichen Einnahme einer Fluoridtablette beginnen. Für die Zahncremedosierung gilt: Bei Säuglingen nur eine hauchdünne Schicht auf das markierte Borstenfeld auftragen; bei Kleinkindern darf es dann ein erbsengroßes Kügelchen sein.

 

5. Der erste Zahnarztbesuch

Und nicht zuletzt ist die Zeit des ersten Zahnes auch die Zeit des ersten Zahnarztbesuches. Wenn sich das Baby früh daran gewöhnt, wird die regelmäßige ärztliche Kontrolle keine große Sache, sondern selbstverständlich. FachärztInnen prüfen nicht nur die ordnungsgemäße Entwicklung von Gebiss und Kiefer, sie kontrollieren auf Karies und schützen anfällige Milchzähne mit Fluoridlack. Sie beraten Eltern zu Baby-Mundpflege, zahngesunder Ernährung und erfolgreicher Vorbeugung.

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