Mit Familie auf Skiurlaub

Familie

In weniger als drei Wochen stehen für viele Familien die Semesterferien und damit der alljährliche Skiurlaub auf dem Programm. Besonders im Winter gestaltet sich die An- und Abreise mit dem PKW bisweilen als Herausforderung. Wenig Stauraum im Auto, winterliche Fahrverhältnisse und lange Staus belasten nicht selten den familiären „Frieden“ im Auto.

Im Folgenden einige Tipps, damit der Urlaub schon bei der Anreise beginnt.

 

Adobe Stock Natalia Leb

Pflicht für jeden Winterurlauber sind natürlich Winterreifen auf seinem PKW und das Bereithalten von Schneeketten. Letztere sind zwar nicht immer zwingend, aber in den Alpen besteht auf vielen Gebirgsstrecken eine Schneekettenpflicht. Ertappt die Polizei dort Reisende ohne Ketten, kostet das hierzulande bis zu 5.000 Euro. Für skibegeisterte Autofahrer gilt es vor Abreise Scheinwerfer und Scheibenwischer zu überprüfen. Ebenso gehört das Auffüllen von Frostschutzmittel im Kühlwasser und in der Scheibenwaschanlage dazu sowie die Kontrolle von Öl- und Batteriestand.

Sinnvoll packen

Ein zweiter Schritt bei der richtigen Vorbereitung des Skiurlaubs ist das sinnvolle Packen des Autos. Urlauber sollten darauf achten, nicht zu einseitig zu beladen und dabei strategisch vorgehen. Es gilt die Faustregel: Schweres nach unten, Leichtes vor dem Verrutschen sichern. Wichtige Komponenten wie Warndreieck, Verbandskasten, Warnweste, Abschleppseil, Starthilfekabel, Taschenlampe, Eiskratzer, Besen und Türschloss-Enteiser sollten immer in Reichweite sein. Es empfiehlt sich auch, eine Decke zur eventuell notwendigen Schneekettenmontage griffbereit zu haben. Zu guter Letzt ist beim Verstauen der Skier in den Dachboxen auf das Höchstgewicht zu achten. Wer stattdessen einen Dachträger auf sein Auto montiert, befestigt die Skier immer nach unten und mit den Spitzen nach hinten.

Während der Winterzeit gelangt über Kleidung und Schuhe immer wieder besonders viel Feuchtigkeit ins Auto. Das kann unangenehme Folgen haben: Die Scheiben im Inneren des PKWs beschlagen und vereisen von innen. Das bedeutet für jeden Urlauber: Scheiben vor Fahrtantritt unbedingt freimachen und das Gebläse aufdrehen. Auch die Klimaanlage kann dabei helfen, die Feuchtigkeit im Innenraum zu senken.


Den Fahrstil den gegebenen Bedingungen anpassen

Die Oberflächenbeschaffenheit von Schnee und Eis verlängert den Bremsweg eines jeden PKWs. Eine weitere Gefahrenquelle geht bei viel Schnee von vorausfahrenden LKWs aus. Auf deren Planen und Dächern bilden sich teils Eis- oder Schneeplatten, die sich während der Fahrt vom Lastwagen lösen. Daher halten Fahrer auf verschneiten Routen besser ausreichend Abstand zum Vordermann. Beim Beschleunigen und Bremsen gilt es behutsam zu agieren, da ein zu abruptes Vorgehen das Auto ausbrechen lässt.

Vorsicht mit dem Auto vor Ort im Skigebiet

In den Skiorten selbst ist es wichtig, besonders auf Fußgänger und Schneebegeisterte am Straßenrand zu achten. Es besteht akute Rutschgefahr, deswegen ist es ratsam, immer genug Abstand zu halten. Wer selbst am Steuer sitzt, zieht unbedingt vor der Fahrt Ski- aber auch Snowboardschuhe aus. Vor allem an schattigen Straßenstellen mit gefrorenem Tauwasser und Gefällstrecken empfiehlt sich langsames Fahren. Dieselfahrer suchen sich außerdem bei Temperaturen unter minus 20 Grad lieber einen Garagenplatz, denn der Diesel kann ausflocken und die Leitungen verstopfen.


Die Fahrt so angenehm wie möglich gestalten

Endlose Staus und lange Wartezeiten auf den Straßen trüben schnell die Freude auf den bevorstehenden Urlaub. Generell gilt: Ferientypische Stoßzeiten sind freitags von 13:00 bis 20:00 Uhr und samstags von 09:00 bis 15:00 Uhr. An den Wochenenden leiden die Straßen in Richtung der Skiorte am Vormittag oftmals unter sehr starkem Verkehr. Frühaufsteher haben bessere Chancen staufrei ans Ziel zu kommen: Zwischen vier und fünf Uhr morgens finden sie die Straßen am leersten vor.

Kleine Passagiere während der Fahrt unterhalten

„Wie lange dauert es noch?“ Mit kleinen Kindern werden auch kurze Strecken schnell zur Geduldsprobe. Eltern überlegen daher besser vor der Fahrt, wie sie die Knirpse auf der Strecke ausreichend unterhalten. Elektronische Geräte, Bücher oder Hörspiele eignen sich hervorragend, um Kinder zu beschäftigen und somit Unruhe und Frust zu vermeiden. Ebenfalls lieben viele Kinder die klassischen Autospiele wie Tiere- oder Nummernschild-Raten. Kindgerechte Après-Ski-Musik sorgt darüber hinaus für gute Stimmung beim Nachwuchs und verwandelt jeden Stau in eine kleine Party.

Ausreichend Pausen einlegen

Pausen sind, speziell auf längeren Strecken, unerlässlich und für viele Urlauber ein festes Ritual auf dem Weg zur Skipiste. Wer häufig Rast macht, beugt Müdigkeit und Konzentrationsschwächen während der Fahrt vor. Auch Kinder freuen sich über Bewegung und frische Luft auf einer langen Autofahrt. (Quelle: Mietwagen Experte Sunny Cars )

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