Kinder unter Druck

Gesundheit & Ernährung

Eine neue Studie zeigt: Wer als Kind benachteiligt ist, hat in der zweiten Lebenshälfte mehr gesundheitliche Probleme.

In der Kindheit erlittene Ungerechtigkeit kann später kaum aufgeholt werden. Forscher der Medizinischen Fakultät der Universität Genf gingen im Rahmen eines Projekts der Frage nach, wie sich soziale Ungleichheit über längere Zeit in der Gesundheit niederschlägt. Für die nun im Fachjournal Age and Ageing erschienene Studie untersuchten sie die Daten von über 24.000 Personen im Alter von 50 bis 96 Jahren aus 14 europäischen Ländern. Fazit: Wer in der Kindheit benachteiligt war, war im Alter kränker.

Die ersten Jahre sind wichtig

„Die ersten Jahre sind besonders wichtig für die Entwicklung des Kindes”, weist die Diakonie nun auf die Bedeutung „Früher Hilfen” für die Kindergesundheit hin. „Ziel dabei ist es, Eltern so früh wie möglich umfassend bei der Aufgabe zu unterstützen, ihre Kinder gut und verlässlich zu versorgen und eine sichere wie liebevolle Bindung zu ihnen aufzubauen”, sagt Diakonie-Sozialexperte Martin Schenk.

Investitionen in dieser frühen Phase von Kindern würden sich auszahlen – für das Kind, für die Mutter und den Vater. Und auch insgesamt für die Gesellschaft. Investitionen im frühkindlichen Bereich hätten den höchsten Pay-off, den höchsten Return on Investment, erklärt Schenk. Nie wieder werde man Zukunftsgeld so sinnvoll einsetzen können wie zu diesem Zeitpunkt. Ein investierter Euro entspricht einer Rendite von 8 €, bei benachteiligten Kindern beträgt sie sogar 16 €, also eine Hebelwirkung, ein Multiplikatoreffekt von 1 zu 16.

Teilen Sie diesen Inhalt auf:

Interessante Ausflugs- und Urlaubstipps:

Drachenhöhle
Ausflugstipps / Bayern Deutschland / Abenteuer & Action Museen & Ausstellungen
Sommerrodeln in Abtenau am Karkogel - Abtenauer Bergbahnen GmbH
Ausflugstipps / Österreich Salzburg / Abenteuer & Action
Top