Der Bildungsweg - in welche Richtung soll es gehen?

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Die Auswahl für den eigenen Bildungs- und Berufsweg fällt nicht leicht. Um dennoch die passende Entscheidung zu treffen, ist es wichtig, sich zu Beginn ein paar Fragen zu stellen:

- Wo will ich hin? (Matura machen, studieren, einen Beruf erlernen, …)

- Was möchte ich lernen? (z. B. spezielles Fachwissen, bestimmte Fähigkeiten)

- Was ist mir noch wichtig? (z. B. wie weit darf die Schule weg sein?)

Es gibt in Österreich eine Vielzahl verschiedener Schultypen, welche nach der Pflichtschule besucht werden können. Damit die Auswahl erleichtert wird, werden folgend die einzelnen Schultypen erklärt.

Die Allgemein bildenden höheren Schulen bieten den Weg zur Reifeprüfung, aber keinen beruflichen Abschluss, an. Die Schuldauer beträgt 4 Jahre.

Das Bundesoberstufenrealgymnasium ist eine weiterführende Schule mit realistischen Fächern. Auch dieses dauert 4 Jahre und schließt mit der Reifeprüfung ab.

Die Schulen für wirtschaftliche Berufe teilen sich in Höhere Lehranstalten (5 Jahre, Reife- und Diplomprüfung) und Fachschulen (3 Jahre, Abschlussprüfung). Unterrichtet werden allgemein bildenden Unterrichtsfächer sowie wirtschaftliche und berufsbildende Fächer, wie beispielsweise Betriebs- und Volkswirtschaft, Rechnungswesen, Textverarbeitung, Angewandte Betriebsorganisation, Küchenführung und Servierkunde sowie Ernährung.

Weiters können kaufmännische Schulen wie Handelsakademie (5 Jahre, Reife- und Diplomprüfung) und Handelsschule (3 Jahre, Abschlussprüfung) besucht werden. Hier steht die kaufmännische Ausbildung für sämtliche Bereiche der Wirtschaft und Verwaltung im Vordergrund. Ergänzt wird diese Ausbildung durch volkswirtschaftliche, sprachliche, rechtliche und IT-Kenntnisse.

Eine weitere Möglichkeit ist die Höhere technische Lehranstalt (5 Jahre, Reife- und Diplomprüfung).  Diese bietet diverse Fachrichtungen, wie beispielsweise Bautechnik, Innenraumgestaltung und Holztechnik, Werkstoffingenieurwesen und Elektronik, an. Weiters ist es möglich eine Fachschule (4 Jahre, Abschlussprüfung) zu besuchen.

In den sogenannten "Modeschulen" wird eine umfassende Ausbildung im Bereich Mode und der Bekleidungswirtschaft geboten. Die Lehrinhalte sind beispielsweise Entwerfen, Design, Modemarketing, Bekleidungs- und Fertigungstechniken. Es gibt wiederum eine Höhere Schule (5 Jahre, Reife- und Diplomprüfung) und eine Fachschule (3 Jahre, Abschlussprüfung).

Um die beiden Richtungen Wirtschaft und Tourismus zu kombinieren, ist der Besuch einer Höheren Lehranstalt für Tourismus bzw. Fachschule für Tourismus geeignet. In den Höheren Schulen für Tourismus (5 Jahre, Reife- und Diplomprüfung) werden jene Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt, die zur unmittelbaren Ausübung von Berufen in den Bereichen Wirtschaft, im Besonderen in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft, sowie in der Verwaltung befähigen. In der Hotelfachschule bzw. Tourismusfachschule (3 Jahre, Abschlussprüfung) wird mehr der kaufmännische Bereich des Tourismus betont. In beiden Typen ist ein Pflichtpraktikum zu absolvieren.

Wenn der Wunsch zur Ausübung eines Sozial-, Gesundheits- und Krankenpflegeberufes besteht, bieten Schulen für Sozialberufe die angebrachte Ausbildung. Es ist eine mehrjährige Vorbereitung bzw. eine mehrjährige Berufsausbildung für Berufe im Sozialbereich möglich, wie Altenarbeit, Familienarbeit, Behindertenarbeit, Behindertenbegleitung. Bei vielen Ausbildungsrichtungen ist der Bereich Pflegehilfe inkludiert. Ein Unterschied zu anderen berufsbildenden Schulen besteht darin, dass Fachschulen mit unterschiedlichem Eingangsalter geführt werden und es viele Schulen für Berufstätige gibt. Fachschulen ab der 9. Schulstufe sind die 2-jährige Fachschule für Sozialdienste und die 3-jährige Fachschule für Sozialberufe. An diesen Schulen werden allgemein bildende, fachtheoretische, kaufmännische, praktische, lebens- und berufskundliche sowie musische Inhalte vermittelt. Die Schwerpunkte können entweder auf Fachniveau, Dauer 2-3 Jahre oder auf Diplomniveau, Dauer 3-41/2 Jahre, abgeschlossen werden. Die Schüler/innen werden darüber hinaus auf die Pflegehelferprüfung vorbereitet.

Um als Kindergärtner/in arbeiten zu können, ist der Abschluss an einer Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik notwendig.

Ein weiterer Schultyp sind die land- und forstwirtschaftlichen Schulen. Auch diese unterteilen sich in Höhere Land- und forstwirtschaftliche Schulen (5 Jahre, Reife- und Diplomprüfung) und land- und forstwirtschaftliche Fachschulen (1-4 Jahre). Die Höheren land- und forstwirtschaftlichen Schulen vermitteln neben der Hochschulberechtigung alle Kenntnisse und Fertigkeiten, die zur Ausübung leitender und gehobener Tätigkeiten in land- und forstwirtschaftlichen Berufen benötigen werden.

Damit die Entscheidung erleichtert wird, gibt es an den meisten Schulen einen Tag der offenen Tür. Natürlich dienen auch die jeweiligen Homepages als Informationsquelle und können bei der Entscheidung unterstützend sein.

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