Das erste selbstverdiente Geld

Wohnen & Leben

Endlich Ferien! Einige genießen ihre Freizeit, während andere die Schule gegen einen Ferienjob tauschen

Kein Wunder, mit dem Geld lassen sich große und kleine Wünsche erfüllen. Außerdem ist ein Ferienjob eine gute Gelegenheit, um Erfahrungen fürs spätere Berufsleben zu sammeln. Aber wer darf überhaupt welchen Job machen? Wie sieht es mit Zuverdienstgrenze, Arbeitszeiten, Versicherung und Steuerpflicht aus? Worauf man achten sollte…

Allgemein
Ab dem 15. Geburtstag und mit dem Ende der 9 Pflichtschuljahre dürfen Jugendliche in den Ferien arbeiten gehen. Dabei können sie einer unselbstständigen oder einer selbstständigen Tätigkeit nachgehen. Die wohl wichtigste Unterschied zwischen den beiden ist, dass bei einer selbstständigen Beschäftigung gegen Honorar gearbeitet, während bei der unselbstständigen ein Gehalt ausbezahlt wird. Achtung: Selbstständig Beschäftigte sind nicht automatisch sozialversichert!

Vertragliches
Der Dienstgeber muss zwar keinen Dienstvertrag ausstellen, jedoch seinem oder seiner Ferialangestellten mindestens einen Dienstzettel aushängen, der die wesentlichsten Rechte und Pflichten aus dem Dienstvertrag enthält. (z.B.: Arbeitsbeginn und –ende, Arbeitszeit, Kündigungsfrist, Gehalt, Urlaubsanspruch…)

Versicherung
Die Geringfügigkeitsgrenze liegt bei 446,81 Euro pro Monat. Ist das Gehalt höher, so besteht Vollversicherungspflicht. Diese beinhaltet Pension-, Kranken-, Unfall- und Arbeitslosenversicherung. Ist das monatliche Einkommen unter der Geringfügigkeitsgrenze, so besteht nur Unfallversicherungsschutz. Es steht aber jedem frei, sich für einen Beitrag von 63,07 Euro im Monat bei der Gebietskrankenkasse kranken- und pensionsversichern zu lassen.

Steuern
Die Steuerpflicht beginnt ab einem Einkommen von 12.000 Euro pro Jahr. Bei einer selbstständigen Tätigkeit, muss das gesamte Einkommen (wenn es über 11.000 Euro jährlich liegt) mittels einer Einkommenssteuererklärung versteuert werden.

Arbeitszeiten und Urlaub
Junge Menschen unter 18 Jahren dürfen höchstens 8 Stunden pro Tag und 40 Stunden pro Woche arbeiten. Überstunden sind ab 16 Jahren erlaubt – aber nur für Vor- und Abschlussarbeiten (nicht mehr als ½ Stunde pro Tag und 3 Stunden pro Woche). Zwischen 20 und 06 Uhr früh gilt für Jugendliche unter 18 Jahren ein Arbeitsverbot. Zwischen Arbeitsende und Arbeitsbeginn muss eine 12-stündige Ruhepause eingehalten werden. Jeder und jede ArbeitnehmerIn hat Anspruch auf zwei aufeinander folgende freie Tage pro Woche (einer davon muss ein Sonntag sein). Ausnahmen gibt es natürlich, zum Beispiel für das Hotel- und Gastgewerbe.

Auch bei einem Ferienjob besteht Urlaubsanspruch. Und zwar: 2 ½ Werktage pro Monat. Wenn er nicht verbraucht wird, muss er vom Dienstgeber ausbezahlt werden.

 

 

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