Alle Jahre wieder

Familie

Von „Stille Nacht“ bis zum Vanillekipferl – das sind Österreichs liebste Weihnachtstraditionen

Wenn die Tage kürzer und die Nächte dunkler werden, Glitzer, Glanz und Lichter Geschäfte, Straßen und Häuser erfüllen und ein Hauch von Zimt, Vanille und Maroni in der Luft liegt, dann ist die angeblich stillste Zeit im Jahr angebrochen: Die Adventzeit. Doch welche Traditionen in Advents- und Weihnachtszeit sind hierzulande besonders beliebt? Diesen Fragen ist das digitale Markt- und Meinungsforschungsinstitut Marketagent in einer repräsentativen Studie nachgegangen.

Die deutliche Mehrheit der Österreicher ist eher Weihnachtsfan (64%) als –muffel. Vor allem bei Frauen (68%) und den 14- bis 29-Jährigen (70%) schlägt das Herz beim Gedanken an die Weihnachtsfeierlichkeiten höher.

Für das richtige Weihnachts-Feeling in den eigenen vier Wänden wollen knapp 8 von 10 nicht auf die passende Deko verzichten, bei 62% gehört auch eine Krippe dazu. In Familien mit Kindern wird sogar von 84% geschmückt und dekoriert. Stimmungsvoll wird es bei mehr als 7 von 10 Befragten auch durch einen gekauften oder sogar selbst gebundenen Adventkranz. Seit dem 1. Dezember öffnen zwei Drittel der Österreicher Tag für Tag ein Türchen am Adventkalender und versüßen sich damit im wahrsten Sinne des Wortes die Adventszeit, denn – wie könnte es anders sein – der mit Abstand häufigste Inhalt ist Schokolade (66%). Köstlich wird der Advent auch durch andere Leckereien: Weihnachtskekse gehören für mehr als 9 von 10 dazu, egal ob selbst gebacken, geschenkt oder gekauft. Dabei ist der Favorit unter den Weihnachtskeksen ein Klassiker: das Vanillekipferl (65%). Die Augen der Kinder zum Leuchten zu bringen ist ein wichtiges Motiv für das Pflegen von Weihnachtstraditionen.

Abschließend darf ein wichtiger Bestandteil der Weihnachtszeit nicht unerwähnt bleiben: Weihnachtslieder. Diese gehören für den Großteil der Befragten zu Advent und Weihnachten dazu – nur 15% versuchen, „Jingle Bells“, „Oh Tannenbaum“ und Co. bewusst zu entgehen. Im Gegensatz dazu besitzen 4 von 10 Österreichern sogar eigene Weihnachts-CDs und Playlists. Der Klassiker „Last Christmas“ spaltet dabei die Gemüter: Er ist sowohl das beliebteste als auch das nervigste nicht-deutschsprachige Weihnachtslied. Für 64% ist hingegen klar: Am schönsten und besinnlichsten ist es immer noch mit den Klängen von „Stille Nacht, Heilige Nacht“.

Oh Tannenbaum

Pflicht ist für mehr als 8 von 10 der Feiernden auf jeden Fall auch der Christbaum. 43€ werden für den Nadelbaum der Wahl im Durchschnitt ausgegeben. Glanzvoller Schmuck mit Kugeln und Schleifen (72%) in den Farben Rot (45%), Gold (44%) und Silber (33%) ist die am meisten bevorzugte Deko. Doch auch süßer Christbaumbehang in Form von verschiedenen Leckereien erfreut sich durchaus großer Beliebtheit, vor allem bei den Männern (41%). Licht und Kerzenschein setzt den Christbaum abschließend richtig in Szene, wobei die herkömmliche Wachskerze mittlerweile von zwei Drittel der Befragten durch elektrische Beleuchtung ersetzt wird.

Eine schöne Bescherung

Das Weihnachtsessen hat auch meist Tradition. Bei knapp 8 von 10 Befragten kommt alle Jahre wieder dasselbe Menü auf den Tisch oder es wird zwischen wenigen Gerichten abgewechselt. Zu den Klassikern zählen Raclette, Kalte Platte, Fisch, Fondue und Würstel bzw. Würstelsuppe, wobei es hier große regionale Unterschiede gibt. Beginnt dann die tatsächliche Bescherung, gehört ein stimmungsvolles Ambiente durch Lichter an Christbaum (51%) und Adventkranz (50%) sowie durch Weihnachtslieder (45%) dazu. Auch Weihnachtskekse (55%) und die obligatorischen Familienfotos (45%) dürfen in vielen Haushalten nicht fehlen. Übrigens wird die Bescherung bei 43% der Befragten noch vom traditionellen Glöckchen angekündigt. Das Wichtigste aber ist das Geschenkeauspacken, das für mehr als 7 von 10 absolut unerlässlich ist. Dabei treten die eigentlichen Wurzeln des Weihnachtsfestes für viele Menschen schon mal in den Hintergrund, denn ein traditioneller Kirchenbesuch gehört nur für ein Drittel dazu. Interessant ist, dass der größte Anteil der Kirchengänger mit 44% unter den 14- bis 29-Jährigen zu finden ist. Auch regionale Unterschiede sind zu finden: In den westlichen und südlichen Bundesländern ist der Anteil deutlich höher als in Ostösterreich.

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