4. Oktober - Tag der Wiener Schulen

Wohnen & Leben

Am 4. Oktober, dem Tag der Wiener Schulen, können Eltern in Wien die unterschiedlichsten Schultypen kennenlernen und sich einen Überblick verschaffen, welche Schule für ihr Kind geeignet ist.

Gerhard Patzner, studierter Erziehungswissenschafter, hat in den letzten Jahren hat im Zuge von 25 Elternabenden und 150 Beratungen ca. 600 Eltern bei der Wahl der geeigneten Schule unterstützen können. Warum die WienerInnen nun immer häufiger auf einen Schul-Profiler zurückgreifen, geht auf die zunehmenden Herausforderungen bei der Schulauswahl zurück. „Die Schullandschaft in Wien wird immer bunter und unübersichtlicher“, so Gerhard Patzner.  

Eltern müssen gemeinsam mit ihren Kindern im Zuge deren Schulbiographie mindestens drei Entscheidungen treffen: Den Übergang vom Kindergarten in die Volksschule, den Wechsel von der Volksschule an eine Mittelschule oder allgemeinbildende höhere Schule und die Fortsetzung der Schullaufbahn nach vier Jahren Mittelschule oder AHS. Jede dieser Entscheidungen hat spezifische Herausforderungen: Im Falle der Volksschulen ist in aller Regel die Auswahl am größten. Die Plätze an den AHS sind wiederum sehr beschränkt und welche Schule in Frage kommt, wenn ihre Kinder keine Gymnasialreife zugesprochen bekommen, fällt vielen Eltern am Schwersten.

Nach vier Jahren AHS oder Mittelschule sollte die Schulwahl in erster Linie aufgrund der Interessen und Talente der Jugendlichen getroffen werden. „Zu diesem Zeitpunkt sind diese häufig jedoch meist nicht so ausgeprägt, dass diese eine echte Entscheidungshilfe bieten. „Wenn ich bezüglich Schulauswahl oder Schulwechsel berate, werden mitunter auch Erziehungsfragen virulent. Themen wie ein sinnvoller Umgang mit dem Handy, soziale Konflikte, Schulverweigerung, aber auch Vereinbarkeit von Hobbys bzw. Sportkarrieren mit der Schulkarriere etc. werden dann auch Gegenstand der Beratungen.“

Große Trennung - nicht nur - zwischen öffentlichen und Privatschulen

Es lässt sich beobachten, dass Kinder „bildungsnaher“ und „bildungsferner“ Familien immer seltener in denselben Schulen bzw. Klassen anzutreffen sind. Die Scheidelinie läuft dabei längst nicht mehr nur zwischen Privatschulen und öffentlichen Schulen, sondern dieser Trend ist bereits bei der Wahl öffentlicher Volksschulen zu beobachten. Die Attraktivität von Schulen wird offenbar nicht zuletzt von der jeweiligen Schülerklientel bestimmt und macht sich häufig an deren Erstsprache fest. „Die Verunsicherung der Eltern ist dahingehend sehr groß und wird von der politischen Diskussion derzeit befeuert“, analysiert Gerhard Patzner. „Große Unterschiede zwischen den SchülerInnen sind eine pädagogische Herausforderung, doch auch unter diesen Bedingungen kann Schule Großartiges leisten. Dazu braucht es bestimmte Begleitmaßnahmen wie weitreichende Individualisierung des Unterrichts, zweisprachige Alphabetisierung, ganztägige Betreuung, Sprachvielfalt für alle Kinder nutzbar machen.“

www.schule-gesucht.at

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